„Die Welt zu Gast bei Freunden“

Das Motto unserer vergangenen Weltmeisterschaft scheint hier tagtäglich zu gelten. Die Möglichkeit verdammt viele Leute aus aller Herren Länder kennezulernen und die Freundlichkeit der Einheimischen erinnert zumindest stark an die WM-Atmosphäre. Hier ein kurzer Bericht vom Ausgehen auf einem Freitagabend in Madrid:

Im Zentrum rund um die „Puerta del Sol“ und die „Gran Vía“ tummelt sich ein großer Teil des madrilenischen Nachtlebens. Auf großen Plätzen und in den vielen kleinen Straßen ringsherum geht es zu wie in einem Ameisenbau. Überall sind Leute, die einfach nur rumsitzen oder ein unbekanntes Ziel verfolgen. Viele Clubs mit unterschiedlichen Musikrichtungen und Leuten sind über die gesamte Innenstadt verteilt. Jedoch sollte man hier grundsätzlich der Theke fernbleiben, wenn man nicht arm werden will – 6€ für Heinecken-Plürre werden schon mal verlangt.
Bis ca. 3 Uhr kann man jedoch auch gut in einer der vielen Bars bei Bier und Tapas sitzen. Alternativ setzt man sich einfach in die Straße oder auf einen der Plätze (Besonders gut hat mir „La Plaza de Santa Ana“ gefallen) und trinkt was. Das ist natürlich die billigste Maßnahme, wenn man sich vorher im Supermercado günstig eingedeckt hat…
Das Kennenlernen von interessanten und netten Leuten ist quasi vorprogrammiert. Ob es Franzosen (die uns mit in die nächste Disko nehmen wollten, wir es allerdings geschafft haben, sie zu verlieren), ein Typ aus Venezuela (der ein Video mit deutschem Gruß von uns für seine Freundin aufgenommen hat), ein Holländer (den man mal ganz unverhofft auf dem Nachhauseweg in der Metro trifft), Madrilenen oder sonstige Spanier (Ebenfalls An der Metrostation) sind. Dies jedenfalls ist so ziemlich genau unsere „Liste der coolen Leute“ von gestern Nacht. Ein wenig verwundert hat uns jedoch die Anmache (?) einer hübschen Spanierin, die fragte ob wir denn Tommies wären, weil wir doch so hübsch aussehen. Wat is da los? Na ja, jedenfalls fühlten sich ihre männlichen Begleiter wohl bezüglich ihrer Ambitionen bedroht, so dass sie schnell weiterzogen und die Chica mitschleppten…
Bei so einem gelungenen Abend muss natürlich auch noch was nicht so Erfreuliches passieren: Auf dem Nachhauseweg hab ich alter Orientierungsexperte Jan erstmal in die falsche Richtung geschickt und bin anschließend selbst in die falsche Richtung gelaufen. So haben wir noch jeder einen kleinen Spaziergang am Morgen gemacht und waren mit einer Stunde Verspätung dann so gegen 8 Uhr zu Hause. Unangenehm ist dann natürlich noch, wenn die Handwerker um 10 und 12 Uhr kommen, um eins der Badezimmer meiner Wohnung zu renovieren. Dafür wird jetzt erstmal Siesta gemacht, um heute Abend ausgeruht die nächste Etappe in das Nachtleben dieser großartigen Stadt zu starten….

Daniel

PS: Leider haben wir es beide verpeilt, einen Fotoknipser mitzunehmen. Ich hoffe, morgen gibt’s ein paar Bilder von heute Abend…

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2 comments so far

  1. yaneq on

    Ein Tipp ist das „Magister“ in einer Nebenstrasse des Santa Ana. 3,80 für 0.4 inklusive thunfisch-baguette, super Stimmung und einer neuen Vokabel: „Cenicero“

  2. Gott Sohn Gottes on

    Trinkt SANMIGUEL inna 2Lita Pulle oda so… für viel Rauschbrechzustand in da Leed.


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